Aktuelle Seite: Unsere Einsätze

Unsere Einsätze

Auf dieser Seite werden unsere aktuellen SEG-Einsätze dokumentiert. Zu den Betreuungen und sonstigen Einsätzen geht es ⇒ hier.

Einsatzberichte aus den vergangenen Jahren: 2011   2012   2013   2014   2015


26.12.2016
Weihnachtsfeiertag in Augsburg

Am Abend des 22.12.2016 wurden die Kräfte des BRK Erlangen-Höchstadt vom Bezirksverband Ober- & Mittelfranken alarmiert, um Einheiten für das Betreuungskontingent Mittelfranken zu stellen. Alarmgrund war die geplante Evakuierung am 1. Weihnachtsfeiertag nach Bombenfund in der Augsburger Innenstadt. Ca. 50.000 Bewohner mussten für die für ca. 5 Stunden dauernde Entschärfung ihre Wohnungen und Häuser verlassen.

Nach kurzer interner Abfrage wurde eine Schnelleinsatzgruppe Betreuung (SEG Bt) bestehend aus sieben Helfern und einem Mannschaftstransportwagen (MTW) mit Anhänger der Bereitschaft Erlangen 2 und vier Einsatzkräften der Bereitschaft Heroldsberg mit MTW für den überörtlichen Einsatz zusammengestellt. Zusätzlich wurde als Melder für den Kontingentführer ein MTW mit zwei Kräften der Bereitschaft Erlangen 3 aktiviert.

Am 25.12.2016 ging es dann nach einer eher kurzen Nacht um 04:00 Uhr für die Kräfte aus Erlangen und Heroldsberg los in Richtung Augsburger Messegelände. Dort, so ihr vorab eingetroffener Auftrag, sollten sie als Teil des Kontingentes die Betreuungsstelle für ca. 1.000 Betroffene und die Verpflegung der anderen pausierenden Kontingente übernehmen und ab 08:00 Uhr öffnen.

Als 2. Betreuungszug zusammen mit der Schnelleinsatzgruppe Verpflegung (SEG Vpf) der Johanniter (die SEG Vpf wurde während der Anfahrt schon an einen anderen Einsatzort umdisponiert) und geführt vom Erlanger Fachdienstleiter und Zugführer Julian Pertek (BRK Heroldsberg) übernahmen die Erlanger Kräfte die Registrierung und Unterkunft für die nicht bzw. schlecht gehfähigen Personen. Diese wurden mit Kranken- und Rettungswägen zur Messe gebracht und dort wieder in ihre Rollstühle umgesetzt und betreut.

Diese Evakuierung zeigte aber auch wieder, dass Spezialfahrzeuge mit denen Rollstuhlfahrer in ihren Rollis transportiert werden können an solchen Tagen Mangelware sind. Das zeigt, dass die Entscheidung der Heroldsberger BRK Bereitschaft im Jahr 2017 ihren alten Mannschaftstransporter (MTW) Baujahr 1997 durch einen neuen MTW mit Option Behindertentransportmöglichkeit (zwei Rollstuhlplätze) zu ersetzen richtig ist. Das Spezialfahrzeug für einen Preis um 40.000 € wird komplett aus Spenden und Tätigkeiten der ehrenamtlichen Rotkreuzler finanziert. Das Fahrzeug wird in der Schnelleinsatzgruppe Betreuung Erlangen-Land (Heroldsberg) eingesetzt und im Bedarfsfall neben einem Materialanhänger auch die Einsatzkräfte an die Einsatzstelle bringen. Dort wird er dann auch zum adäquaten und sicheren Transport der Rollstuhlfahrer schnell und unkompliziert zur Verfügung stehen. Wenn auch sie unser Projekt „Behindertengerechter MTW“ unterstützen wollen, spenden sie bitte auf das Konto des BRK Heroldsberg, IBAN DE87 7706 9461 0003 0867 12 (BIC GENODEF1GBF; Vereinigte Raiffeisenbanken). Verwendungszweck: neuer MTW.

Insgesamt wurden zusammen mit den Einheiten des BRK Nürnberg, Fürth, Südfranken, Ansbach und ASB und JUH Nürnberg 450 evakuierte Personen betreut und über 600 Portionen Warmverpflegung, über 1.000 belegte Brötchen (welche durch einen Caterer angeliefert wurden) und Getränke an Einsatzkräfte und Betroffene ausgegeben.

Um 16:30 Uhr wurden die Erlanger Ehrenamtlichen dann von Kräften aus Bad Windsheim abgelöst, da zu diesem Zeitpunkt die erfolgreiche Entschärfung und damit das Einsatzende noch nicht absehbar war. Gegen 19:30 Uhr konnten die Erlanger und Heroldsberger Fahrzeuge wieder an ihren Standorten einsatzbereit gemeldet werden und die Rotkreuzler zu ihren Familien zurückkehren.

Image
Image
Image
Image

zum Seitenanfang

27.11.2016
Fit für den Betreuungsdienst

Das sind seit dem 27.11.2016 18 Einsatzkräfte aus den Bereitschaften Erlangen 1 & 2, Baiersdorf, Herzogenaurach und Heroldsberg. Sie erhielten im Grundlehrgang Betreuungsdienst Einblick in die Grundlagen eines Betreuungseinsatzes, den Aufbau und die Ausstattung der Betreuungseinheiten, Einsätze zur Verpflegung und Psychosoziale Hilfe.

Im weiteren Lehrgangsverlauf wurden eine fiktive Schule als Notunterkunft beplant, die Registrierung der Betroffenen und der Aufbau einer Verpflegungsausgabe von den Teilnehmern praktisch und mit viel Spaß geübt.

Zusätzlich war auch dieses Mal wieder die Erstbelehrung nach Infektionsschutzgesetz für die Teilnehmer beinhaltet, so dass auch Wissen rund um „Küchenhygiene“ nicht zu kurz kam.

Die durchweg positive Resonanz für den Lehrgang bestätigte die drei Ausbilder und die zwei Fachreferenten/in im Betreuungsdienst in ihrer ehrenamtlichen Arbeit.

Image
Image
Image
Image

zum Seitenanfang

11.09.2016
Schweres Schiffsunglück auf dem Rhein-Main-Donau Kanal bei Erlangen – Alarm für das BRK Heroldsberg

Um 02:19 Uhr am 11. September 2016 wurden die Helfer der BRK Schnelleinsatzgruppe (SEG) Betreuung Erlangen-Land, gestellt durch die Helfer der BRK Bereitschaft Heroldsberg unsanft durch ihre Funkmeldeempfänger und Alarm-SMS geweckt. Zusammen mit weiteren Einheiten des BRK Erlangen-Höchstadt, der Feuerwehr, des ASB, mehrerer Wasserrettungseinheiten aus der Metropolregion, des Technischem Hilfswerks, sowie der Polizei wurden sie zum Main-Donau-Kanal nach Erlangen-Frauenaurach nahe der Schleuse Kriegenbrunn gerufen. Als Alarmstichwort wurde „Schiffskollision – Massenanfall von Verletzten (MANV) und Betroffenen – Wassernot 3“ vermeldet.

Vor Ort wurde folgende Lage festgestellt: ein Personenschiff, mit 181 Fahrgästen und einer 49 Mann starken Besatzung war mit einem Brückenbauwerk kollidiert. Das unter schweizer Flagge fahrende Schiff war hierbei mit dem Steuerstand gegen die Brücke der zwischen Erlangen und Frauenaurach verlaufenden Eisenbahnstrecke gestoßen. Bei der Kollision wurden zwei Besatzungsmitglieder in der Schiffsbrücke eingeklemmt und konnten durch die Rettungskräfte nur noch tot geborgen werden. Hierzu musste in aufwändiger Arbeit der völlig deformierte Steuerstand mit schwerem technischem Gerät geöffnet werden. Nach dem Ausrücken von der Wache Oberland und der Ankunft im Bereitstellungsraum wurde die Heroldsberger SEG von der Sanitätseinsatzleitung zur Einrichtung der Betreuungsstelle in das Gemeindezentrum Aurachsaal nach Erlangen-Frauenaurach beordert.

Nach der Ankunft der Rotkreuzler am Aurachsaal um 03:45 Uhr konnte die Betreuungsstelle zügig eingerichtet werden und war um 04:30 Uhr betriebsbereit. Für die Betroffenen wurden Getränke sowie Sitzgelegenheiten vorbereitet. Die Ein- und Ausgangsregistrierung wurde aufgebaut, der Vorplatz des Saales durch Flutlicht ausgeleuchtet sowie Vorbereitungen für die Gepäckverladung getroffen, im weiteren Einsatzverlauf mit Unterstützung durch weitere Einheiten der Hilfsorganisationen. Zusammen mit den ehrenamtlichen Helfern wurden die Reisenden und die Crew des Schiffes von einem Notfallseelsorger vor Ort betreut und informiert.

Parallel zum Aufbau der Betreuungsstelle wurde zur Evakuierung der Gäste des Hotelschiffs sowie der verbleibenden Crew-Mitglieder durch Kräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk ein provisorischer Steg errichtet und mit Kränen zwischen Schiff und Ufer gehoben. Bereitstehende Busse sowie die mit dem Stichwort „MTW-Alarm“ gesamt verfügbaren Mannschaftstransportwagen des BRK Erlangen-Höchstadt transportierten die Insassen anschließend in das Gemeindezentrum nach Frauenaurach.

Während der Rettungsarbeiten am Schiff organisierten die Heroldsberger Helfer Verpflegung aus dem BRK Erlangen, sowie bei einer Großbäckerei in Erlangen und einem Metzger aus Frauenaurach. Diese wurde dann zur Verpflegung der Einsatzkräfte an die Einsatzstelle am Kanal transportiert. Ab 08:40 Uhr konnten die Busse, die die Reisenden zur weiteren Unterkunft in Hotels im Großraum brachten, beladen werden. Um 09:00 Uhr war die Busabfertigung abgeschlossen, sodass das große Aufräumen und Reinigen der Einsatzgerätschaften beginnen konnte. Um 10:30 Uhr war dann der Einsatz für die Heroldsberger Rotkreuzler auf der Rettungswache Erlanger Oberland beendet.

Dieser Einsatz zeigte wieder, dass Schadensfälle solcher Ausmaße nicht ohne ehrenamtliche Einsatzkräfte und deren Größtenteils durch Spenden finanzierte Ausrüstung und Fahrzeuge effektiv und schnellstmöglich abarbeitbar sind.

Image
Image
Image

zum Seitenanfang

13.03.2016
Volles Haus beim Reanimationstraining für jedermann im Feuerwehrhaus Eckental-Oberschöllenbach

Fast 90 Personen aller Altersstufen waren an der gemeinsamen Veranstaltung "Drücken ist stark" der FFW Oberschöllenbach (OBS), der BRK Bereitschaft Heroldsberg sowie des Kreisverbandes BRK Erlangen-Höchstadt am Mittwochabend, dem 09. März 2016, im Feuerwehrhaus anwesend. Ausgangspunkt dieser Veranstaltung war eine Reanimation bei einem Feuerwehreinsatz in Eckental, sodass sich Feuerwehr und Rotes Kreuz, insbesondere die Oberschöllenbacher Kommandanten Stefan Ibl und Markus Herrmann sowie BRK-SEG Leiter Julian Pertek - auch unterstützendes Mitglied der Feuerwehr OBS veranlasst sahen, nicht nur die eigenen Kräfte in Herz-Lungen-Wiederbelebung zu schulen, sondern die Bevölkerung in diese Trainings einzubeziehen.

Während die Ehrenamtlichen der Feuerwehr die Räumlichkeiten (zwei Räume) vorbereitet hatten, übernahm die Bereitschaft mit 15 Ehrenamtlichen nach einem halbstündigen Vortrag von Andreas Lambert vom BRK Kreisverband ERH die praktische Unterweisung in Sachen Wiederbelebung an neun Übungsstationen mit "Übungspuppen" in der "Löschstube" und im Dachgeschoß. An zwei Übungsstationen wurde auch mit Hilfe von Übungsdefibrillatoren die Reanimation geübt, da ja an vielen öffentlichen Orten bspw. in Bayern bereits Defibrillatoren für Notfälle angebracht sind.

Der Referent A. Lambert wies bei seinem Einführungsvortrag darauf hin, dass es dauerndes Ziel des DRK bzw. BRK, aber auch der anderen Rettungsdienstorganisationen sei, diese Laienhilfe im Kampf gegen den Herztod zu fördern. Jeden Tag sterben in Deutschland geschätzt 300 Menschen am plötzlichen Herztod. Deshalb könnten viele noch gerettet werden, wenn sich nur Ersthelfer trauen würden, sofort etwas zu tun - gerade die ersten vier Minuten sind wichtig. Es ist so einfach, man muss sich nur trauen nach dem Motto „Prüfen, Rufen und Drücken“ dann stark und beherzt auf den Brustkorb der nicht mehr atmenden Person zu drücken.

Es komme gar nicht darauf an, dass zwei Atemspenden gegeben werden. "Drücken" allein reiche zunächst schon aus. Die zu wiederbelebende Person sollte dabei auf einem harten Boden bzw. Untergrund liegen, aber der Ersthelfer soll dabei nicht zu vergessen, unbedingt den Rettungsdienst (RD) zu verständigen und solange "zu drücken bis dieser eingetroffen ist". Man kann also nichts falsch machen! Gut wäre es natürlich, wenn eine zweite Person zur Unterstützung, bis zum Eintreffen des RD dabei ist und evtl. sich beide beim Drücken abwechseln können. Einige Anwesende stellten nach ihrem Übungspart fest, dass dies sehr anstrengend für Arme, Knie und Rücken war - man konnte es Ihnen auch ansehen.

Die Bereitschaft setzt sich dafür ein, weitere Reanimationstrainings im Erlanger Oberland durchzuführen.

Image
Image
Image
Image
Image

zum Seitenanfang

17.01.2016
Schnelle Hilfe auch übers Wochenende

Ende der Woche kam wieder einmal kurzfristig die Anfrage der Stadt Erlangen zur Bereitstellung von Sitz- und Essgelegenheiten für die in Aufbau befindliche Notunterkunft für Flüchtlinge in Erlangen Bruck. Für das BRK Erlangen als „fast“ Nachbar natürlich Ehrensache.

Am Sonntagnachmittag lieferte dann das BRK Erlangen mit Helfern aus mehreren Bereitschaften insg. 17 Bierzeltgarnituren (aus der Katastrophenschutz-Materialreserve der Bereitschaften) in die dafür vorgesehene Turnhalle.

Schnell verladen per Hochhubwagen in der Wache, wurden die Garnituren mit dem Logistik-LKW der Feldküche (in unserem Kreisverband auch für größere Logistiktätigkeiten mitzuständig) und Betreuungskombi mit Anhänger zum Abladeort gefahren.

Dort wurden bin kurzer Zeit die Garnituren mittels Helferpower von 14 Ehrenamtlichen abgeladen und in der Halle bereitgestellt.

Somit zeigte sich wieder, dass der ehrenamtliche Einsatz und die großen Materialvorhaltungen für schnelles und kompetentes Helfen bei allen Anfragen unverzichtbar sind. Frei nach dem Motto: „Wir können nicht nur Hubwagen sondern auch Bierbänke!“

Image
Image
Image

zum Seitenanfang